FRÜHJAHR

Das Frühjahr ist da 

und die ersten Igel beenden jetzt ihren Winterschlaf. Igel sind Wildtiere und brauchen daher grundsätzlich unsere Hilfe nicht. Allerdings jetzt, wo es noch nicht genügend Insekten und Würmer gibt, macht es durchaus Sinn, ihnen noch ein wenig unter die Arme zu greifen.

 

Wie kann ich Igeln helfen?

Am Abend je eine Schale Katzenfutter und Wasser unter ein Stück Europalette gestellt, macht die Futterstelle katzensicher und hilft beim Start in die neue Igelsaison.

 

Vorsicht bei der Gartenarbeit

Nicht in Kompost-, Laub- oder Asthaufen hineinstechen, da sich noch ein Igel-Langschläfer darin aufhalten könnten.

 

Frühjahrs- oder Osterfeuer

bitte erst anbrennen, wenn der Reisighaufen umgesetzt wurde und du dich vergewissert hast, dass sich kein Igel mehr darin versteckt. Denke bitte immer daran, dass Igel bei Gefahr nicht davon laufen, sondern sich zusammenrollen. Auch bei Feuer.

 

Gruben, Löcher, Gartenteiche

Löcher abdecken, da sich die Igel meist nicht allein daraus befreien können oder bei Regen vielleicht darin ertrinken. Gartenteiche immer rettungssicher einrichten, d.h. bspw. ein nicht zu steiles Brett hineinlegen mit einer griffigen Oberfläche, damit sie sich selbst befreien können.

 

Pools

möglichst nicht ebenerdig bauen und wenn nicht, bitte an eine Fluchtmöglichkeit für die Tiere aus dem Wasser denken. 

 


HERBST

Auch für unseren heimischen Braun-Igel kündigt sich die kalte Jahreszeit an. Bald suchen sie sich, dick und rund gefressen, ihr Winterquartier unter dicken Laubhaufen, unter dichten Hecken, unter Holzstapeln, in versteckten Nieschen und Ecken, unter dem Gartenhaus, im Komposthaufen usw. und schlafen bis zum Frühjahr. Diese Igel brauchen unsere Hilfe nicht.

 

Hilfe für die Kleinen

 

Auch die im Jahr geborenen Igelkinder schaffen es meist, sich bis zum Wintereinbruch die benötigte Energie anzufressen.

Schlecht sieht es oft mit den Spätgeborenen aus, da es von Tag zu Tag weniger Insekten und Würmer gibt. Hier macht es Sinn zuzufüttern. Eine katzensichere Futterstelle ist nicht schwierig und kann aus dem gebaut werden, was sich im Garten findet, z.B. unter einem Stück Europalette. Auch das Futter ist nicht kompliziert. Mit einer Mischung aus Katzennassfutter, Igel- oder Katzentrockenfutter, zarten Haferflocken als Ballaststoff und einem Spritzer Mais-Keimöl hat man schon viel getan. Eine Schale Wasser. Fertig.

Haben die Igel ein Gewicht von ca. 1000 g erreicht, gehen sie in den Winterschlaf. Bei Nahrungsmangel würden sie das auch mit einem geringeren und nicht optimalen Gewicht tun. Ist das Gewicht zu gering (erst um die 500 g) würden sie während des Winterschlafes verhungern und sterben. Deshalb, liebe Tierfreunde, helft den Kleinen mit Futterstellen.

Es gibt Igelstationen, die sich kümmern. Aber Igelstationen sind fast immer privat geführte Einrichtungen mit ständigem Geld- und Personalmangel. Wenn ihr also denkt, der von euch gefundene Igel braucht vielleicht Hilfe, könnt ihr "euren" Igel auch selbst versorgen. Ruft uns einfach an. Wir beantworten alle Fragen und geben euch quasi die "Bedienungsanleitung" zur Selbsthilfe in die Hand. Macht der Igel allerdings einen kranken Eindruck, helfen gutes Zureden oder Mitleid nicht. Dann muss er dringend zum Tierarzt. Die Erstbehandlung ist kostenlos, denn die Stadt übernimmt die Kosten. Also nehmt den Kleinen, wärmt ihn mit einer Wärmeflasche und ab zum TA. Dort kann der dann schon auf Normaltemperatur gebrachte Findling, behandelt werden. Nur Mut! "Ein Held ist der, der tut was er kann".

Für mehr Informationen besuche bitte auch unsere Wildtierseite über den Button "Igelhilfe". 


 

 Mehr Informationen unter:

 Quelle Bild: NABU