Foto von Klaus Creter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über die Grundbedürfnisse unserer Hunde

 

Gedanken zum Welthundetag am 10.10.2018 von Katrin Kramer-Genseke

 

An solchen Tagen, wie dem heutigen Welthundetag, liest man häufig die Empfehlung, doch seinem vierbeinigen Freund ein ganz besonders feines Leckerchen oder eine Extra-Portion Streicheleinheiten zu schenken.

Ich möchte dieses besondere Datum darüberhinaus zum Anlass nehmen, über die tagtäglichen Grundbedürfnisse unserer Hunde nachzudenken und wie wir diese im Zusammenleben berücksichtigen können.

 

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen

 

Dieser Spruch gilt genauso für unsere Vierbeiner. Hunde brauchen täglich ausgewogenes, abwechslungsreiches, hochwertiges Futter. Ich bin ein überzeugter Verfechter der Rohfütterung, aber man kann nicht behaupten, dass ausschließlich BARF die richtige Ernährungsform für alle Hunde ist. Jeder Hund is(s)t anders und die Ernährung ist individuell auf die jeweilige hündische Situation (z.B. Alter, Rasse, Gesundheit, Lebensumstände und Aktivität) sorgsam anzupassen. Grundsätzlich kann man aber sagen: das tägliche Futter soll dem Hund schmecken, es muß gesund, hochwertig, vielfältig und verträglich sein und ihn satt machen.

Natürlich brauchen Hunde auch jederzeit Zugang zu frischem Trinkwasser!

Darüberhinaus ist Kauen für Hunde ein natürliches Grundbedürfnis: es ist eine sinnvolle Beschäftigung, die den Hund zur Ruhe kommen lässt, Stress abbaut (Kauen macht glücklich ;o)) und der Zahnpflege dient. Hierbei sind natürliche getrocknete tierische Kauartikel (ohne Zucker und sonstige Zusätze) oder mit Futter befüllbare Naturkautschuk-Spielzeuge (z.B. Kongs) eine gute Wahl.

 

In der Ruhe liegt die Kraft

 

Hunde brauchen täglich zwischen 18 und 20 Stunden Ruhe und Schlaf! Bekommen sie diese Möglichkeit nicht, weil ihre Menschen glauben, ihrem Hund z.B. mit Agility, Dogdancing, Canicross , Bällewerfen etc. ein tägliches Aktivitätenfeuerwerk bieten zu müssen, kann dies zu massivem chronischem Stress beim Hund führen. Körperliche und psychische Probleme wie beispielsweise Ruhelosigkeit, Durchfall, Erbrechen, Allergien und Hot Spots, Augen- oder Ohrenentzündungen, schnelle Reizbarkeit, ängstliches bzw. aggressives Verhalten sind häufig die Folge.

Hunde finden es super, mit ihren Menschen auf dem Sofa zu chillen und einfach gemeinsam mal NICHTS zu tun.

 

Bewegung mit Köpfchen

 

Hunde brauchen täglich körperliche und geistige Beschäftigung.

Dazu gehören entspannte Spaziergänge an langer, lockerer Leine bei denen der Hund Tempo und Weg bestimmen darf, er ausreichend Zeit zum Erkunden und Schnüffeln hat. Nur neugierige Hunde sind auch gesunde Hunde!

 

Hunde brauchen täglich die Möglichkeit zum Freilauf, um alle Bewegungsarten und -richtungen auf verschiedenen Untergründen nach Belieben nutzen zu können.

 

Doch körperliche Betätigung allein ist zu wenig. Hunde verfügen über hoch entwickelte Sinne, die intelligent gefördert werden wollen. Insbesondere der phänomenale Geruchssinn unserer Vierbeiner braucht Kopfarbeit. Hunde lieben Nasenarbeit…Futtersuchspiele, Fährtentraining, Verloren-, Objekt- oder Flächensuche und Geruchsdiskriminierung bieten unzählige Möglichkeiten, bei denen Hund und Mensch gemeinsam Erfolg und Spaß haben. Kopfarbeit macht Ihren Vierbeiner zufrieden glücklich und müde.

 

Hunde brauchen Hunde

 

Regelmäßiger freundlicher Hundekontakt ist für unsere Vierbeiner lebenswichtig. Gemeinsam können sie ihre Umwelt erkunden, ihre Körpersprache praktizieren, ausgelassen spielen und einfach mal Hunde sein.

 

Hund und Mensch – Freunde fürs Leben

 

Hunde und ihre Menschen sind einzigartige Sozialpartner. Damit wir tatsächlich der beste Freund unserer Hunde sind braucht es Wissen, die Fähigkeit, Dinge mit den Augen unserer Hunde sehen und verstehen zu können, Geduld, Liebe, Verantwortungsbewußtsein, Zeit und Vertrauen.

 

Machen Sie einfach jeden Tag zum Welthundetag, zum Wohle Ihrer Vierbeiner und für ein entspanntes glückliches Zusammenleben.

 

In diesem Sinne,

herzlichst

Ihre Katrin Kramer-Genseke

 


Was tun in einem Notfall?

Bei zahmen und augenscheinlich gesunden Tieren, die vermutlich einen Besitzer haben oder hatten, informierst du bitte das  Tierheim, da dieses für ALLE zahmen Fundtiere verantwortlich ist. Für Gera und Umgebung ist das das Tierheim Gera, Franzosenweg 1, 07548 Gera - Milbitz (Tel.  0365 413066). Beachte bitte, dass das Tierheim nicht immer geöffnet hat. Vielleicht kannst du den Findling zwischenzeitlich in deinem Haus beherbergen. Im Tierheim wird eine sogenannte  Fundtieranzeige ausgefüllt. Im besten Falle hat das Tier einen Chip, der im Tierheim ausgelesen werden kann. So kann der Besitzer schnell ausfindig gemacht werden. Mehr Informationen findest du unter der Internetseite des Tierheims Gera www.tierheim-gera.de

 

Zahme aber scheinbar kranke oder verletzte Tiere bringst du bitte zum nächsten Tierarzt. Die Behandlungskosten übernimmt die Stadt. Für den Fall, dass du dir das selbst nicht zutraust oder keine Möglichkeit hast, wende dich bitte an eine der folgenden Stellen:

 -   Feuerwehr (Notruf 112)

 -   Tierheim/Tierrettung (Tel. 0365 413066)

 -   Rettungsleitstelle (Tel. 0365 48820) 

 

Hier findest du eine Übersicht aller Tierärzte in Gera: Tierärzte/Gera

Und hier deren Notfalldienstplan für 2018: Dienstplan

 

 

Hier findest du wichtige allgemeine Tipps.

 

"Erste Hilfe Tipps" hier.